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Österreich, Wien, 05.11.2009

Ende Oktober waren 245.523 Personen arbeitslos

Wien (1.10.2009) - Ende Oktober gab es in Österreich 245.523 vorgemerkte Arbeitslose, um 42.748 oder 21,1 Prozent mehr als ein Jahr davor. Damit fiel der Anstieg der Arbeitslosigkeit deutlich geringer aus als noch in den Vormonaten. Nach nationaler Definition betrug die Arbeitslosenquote 6,8 Prozent, nach 5,6 Prozent vor einem Jahr. In der EU liegt Österreich mit einer Arbeitslosenquote von 4,8 Prozent weiterhin an zweitbester Stelle.

Die Arbeitslosigkeit nahm in allen Bundesländern zu. Diesmal fiel der Anstieg in Tirol am geringsten aus (+2.685 bzw. +12,5%), gefolgt vom Burgenland (+718 bzw. +12,7%), Salzburg (+1.646 bzw. 14,0%) und Wien (8.679 bzw. 14,1%). In allen anderen Bundesländern stieg die Arbeitslosigkeit um jeweils mehr als 20% gegenüber dem Vorjahr. Relativ am stärksten war der Anstieg in Oberösterreich (+7.877 bzw. +40,8%), gefolgt von Vorarlberg (+3.067 bzw. +33,3%).

Nach Branchen betrachtet stieg die Arbeitslosigkeit am stärksten im Produktionssektor (plus 14.383 bzw. 42,7%). Besonders markant war der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei der Herstellung von Waren – in dieser Branche nahm die Zahl der Arbeitslosen um 10.998 bzw. 54,6% zu. Besonders dramatisch war in die Entwicklung in den Bereichen Metall, Maschinenbau und Fahrzeugbau. Im großen Dienstleistungssektor stieg die Arbeitslosigkeit auf 184.761 (+28.164 bzw. +18,0%) arbeitslose Personen. Noch immer gibt es einen deutlichen Anstieg im Bereich der Arbeitskräfteüberlassung (+3.860 bzw. +19,8%). Aber auch im Bereich Handel stieg die Arbeitslosigkeit stark an (+6.793 bzw. +22,0%).