Kräftiger Anstieg der Arbeitslosigkeit
Arbeitsmarktliberalisierung und Konjunkturverlangsamung sind wichtigste Gründe
Die Zahl der unselbständig beschäftigten BurgenländerInnen lag Ende April 2012 bei rund 96.000 (Schätzung*), was eine Zunahme um rund 2.000 bzw. 2,5% gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Bundesweit werden insgesamt 3,430.000 Personen in unselb-ständiger Beschäftigung erwartet (+ 50.000 ggü. Vorjahr).
Im Berichtsmonat konnten rund 2.700 Arbeitslose mit Hilfe des AMS eine Beschäftigung aufnehmen. Im Durchschnitt wurde deren Arbeitslosigkeit in 103 Tagen beendet.
Ende April waren beim AMS Burgenland 6.741 Arbeitslose vorgemerkt (3.123 Frauen und 3.618 Männer). Die Zahl der arbeitslosen BurgenländerInnen sank im Vormonatsvergleich um 1.921 bzw. 22,2%.
Die Arbeitslosigkeit nahm im April im Vergleich zum Vorjahr um 710 bzw. 11,8% zu. Einen überdurchschnittlichen Anstieg verzeichnen die 50 Jährigen, die Behinderten und die AusländerInnen. Die Zahl der Arbeitslosen mit einer Einstellzusage (insgesamt 978) lag um 8,9% über dem Vorjahresniveau. Auf Bundesebene war eine Zunahme der Arbeitslosigkeit um 15.519 bzw. 6,6% zu beobachten.
Ende April nahmen 2.187 BurgenländerInnen an Qualifizierungsangeboten des AMS teil (um 1 Person mehr als im Vorjahr). Inkl. SchulungsteilnehmerInnen lag somit die Zahl der Personen ohne Beschäftigung bei 8.928.
Mag. Sengstbratl, Landesgeschäftsführerin des AMS Burgenland, zur aktuellen Arbeitsmarktlage:
„Jeder Arbeitslose ist einer zuviel. Verstärkte Schulungsaktivitäten, ein Ausbau der Einstellförderung für Ältere und Behinderte und ein Fokus auf Jobakquise sind die Strategien mit denen wir gegen-steuern. Gefragt sind auch Konjunktur belebende Maßnahmen, die die Regierung in Kombination mit Sparmaßnahmen ausgewogen einsetzt.“
Auffallend haben sich folgende Bereiche der Arbeitslosigkeit im Burgenland im Vergleich zum Vorjahr entwickelt:
• Im Bezirk Stegersbach (+ 28,9%), Eisenstadt (+ 22,9%) und Jennersdorf (+ 18,0%).
• Am Bau- (+ 120) und im Fremdenverkehr (+ 81), bei den Hilfs- (+ 117), den Handels- (+ 78), den Reinigungs- (+ 61) und den Gesundheitsberufen (+ 55).
• Bei den behinderten (+ 12,4% mehr Arbeitslose ), den 50 Jahre und älteren (+ 16%) und den ausländischen Personen (+ 27,9%).
Die (geschätzte) Arbeitslosenquote (der Anteil der Arbeitslosen am gesamten Arbeitskräftepotenzial) lag mit 6,6% unter dem Bundesschnitt (6,8%).
Der Bestand an offenen Stellen lag Ende April bei 606, das waren um 11,3% weniger Jobangebote als im Vorjahr. Österreichweit hat sich das Stellenangebot um 11,1% reduziert. Im April wurden vom AMS Bgld an die 840 Stellen mit geeigneten Arbeitskräften besetzt. Die Besetzungsdauer betrug im Durchschnitt 15 Tage.
Ende April standen auf dem Lehrstellenmarkt den 123 Lehrstellensuchenden (gleich wie im Vorjahr) insgesamt 92 offene Lehrstellen (+ 20 ggü. dem Vorjahr) gegenüber. Die Ausbildungslücke konnte mit dem Auffangnetz im Vergleich zu den Vormonaten deutlich reduziert werden. Aktuell machen 470 Jugendliche von diesem Angebot Gebrauch.
Im Jahresvergleich 2.000 zusätzliche Jobs im Burgenland
Verstärkter Anstieg der Arbeitslosigkeit
Die Zahl der unselbständig beschäftigten BurgenländerInnen lag Ende März 2012 bei rund 94.000 (Schätzung*), was eine Zunahme um rund 2.000 bzw. 2,6% gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Bundesweit werden insgesamt 3,430.000 Personen in unselbständiger Beschäftigung erwartet (+ 55.000 ggü. Vorjahr).
Im Berichtsmonat konnten rund 3.570 Arbeitslose mit Hilfe des AMS eine Beschäftigung aufnehmen. Im Durchschnitt dauerte deren Arbeitslosigkeit 79 Tage.
Ende März waren beim AMS Burgenland 8.662 Arbeitslose vorgemerkt (3.633 Frauen und 5.029 Männer). Die Zahl der arbeitslosen BurgenländerInnen sank im Vormonatsvergleich um 2.858 bzw. 24,8%.
Die Arbeitslosigkeit nahm im März im Vergleich zum Vorjahr um 538 bzw. 6,6% zu – vor allem bei den über 50-jährigen, den Behinderten und den AusländerInnen. Die Zahl der Arbeitslosen mit einer Einstellzusage (insgesamt 2.402) lag um 6,7% unter dem Vorjahresniveau. Auf Bundesebene war eine Zunahme der Arbeitslosigkeit um 11.187 bzw. 4,4% zu beobachten.
Ende März nahmen 2.124 BurgenländerInnen an Qualifizierungsangeboten des AMS teil (um 103 Personen bzw. 4,6% weniger als im Vorjahr). Inkl. SchulungsteilnehmerInnen stieg somit die Zahl der Personen ohne Beschäftigung um 435 bzw. 4,2%.
Manfred Breithofer, stv. Landesgeschäftsführer des AMS Burgenland, zur aktuellen Arbeitsmarktlage:
„Die Arbeitsmarktlage ist geprägt von einem nach wie vor hohen Beschäftigungsniveau, aber auch von einem neuerlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit, wobei jedoch die Saison eine wesentlich größere Rolle spielt als im Vorjahr. Besonders zeigt sich dies im witterungsbedingten Anstieg der Arbeitslosen im Baugewerbe.“
Auffallend haben sich folgende Bereiche der Arbeitslosigkeit im Burgenland im Vergleich zum Vorjahr entwickelt:
• Im Bezirk Jennersdorf (+ 13,4%), Mattersburg (+ 12,1%) und Stegersbach (+ 11,5%).
• Bei den Hilfs- (+ 136) und den Bauberufen (+ 127).
• Bei den behinderten (+ 10,8%), den 50 Jahre und älteren (+ 13,4% mehr Arbeitslose) und den ausländischen Personen (+ 17,6%).
Die (geschätzte) Arbeitslosenquote (der Anteil der Arbeitslosen am gesamten Arbeitskräftepotenzial) lag mit 8,4% über dem Bundesschnitt (7,1%).
Der Bestand an offenen Stellen lag Ende März bei 511, das waren um 14,5% weniger Jobangebote als im Vorjahr. Österreichweit hat sich das Stellenangebot um 7,9% reduziert. Im März wurden vom AMS Bgld an die 890 Stellen mit geeigneten Arbeitskräften besetzt. Die Besetzungsdauer betrug im Durchschnitt 14 Tage.
Ende März standen auf dem Lehrstellenmarkt den 126 Lehrstellensuchenden (+ 7 ggü. dem Vorjahr) insgesamt 71 offene Lehrstellen (+ 11 ggü. dem Vorjahr) gegenüber. Die Ausbildungslücke konnte mit dem Auffangnetz im Vergleich zu den Vormonaten deutlich reduziert werden. Nach wie vor besteht eine überbetriebliche Ausbildungsgarantie für alle Jugendlichen ohne Lehrstelle.
*) Endgültige Daten (inkl. Grafiken und Tabellen) zu den Unselbständig Beschäftigten des HV der österr. Sozialversicherungsträger finden Sie im Internet unter „Arbeitsmarktdaten/Der bgld. Arbeitmarkt/…-März 2012“) jeweils um die Mitte des Folgemonats.
Im Jahresvergleich 2.500 zusätzliche Jobs im Burgenland
Verstärkter Anstieg der Arbeitslosigkeit
Die Zahl der unselbständig beschäftigten BurgenländerInnen lag Ende Feber 2012 bei rund 91.000 (Schätzung*), was eine Zunahme um rund 2.500 bzw. 2,8% gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Bundesweit werden insgesamt 3,400.000 Personen in unselb-ständiger Beschäftigung erwartet (+ 57.000 ggü. Vorjahr).
Im Berichtsmonat konnten rund 1.560 Arbeitslose mit Hilfe des AMS eine Beschäftigung aufnehmen. Im Durchschnitt dauerte deren Arbeitslosigkeit 62 Tage.
Ende Feber waren beim AMS Burgenland 11.520 Arbeitslose vorgemerkt (3.983 Frauen und 7.537 Männer). Die Zahl der arbeitslosen BurgenländerInnen sank im Vormonatsvergleich um 417 bzw. 3,5%.
Die Arbeitslosigkeit nahm im Feber im Vergleich zum Vorjahr um 4,5% zu – vor allem bei den Männern und bei den über 50 Jährigen. Die Zahl der Arbeitslosen mit einer Einstellzusage (insgesamt 5.027) lag um 1,5% unter dem Vorjahresniveau. Auf Bundesebene war eine Zunahme der Arbeitslosigkeit um 17.806 bzw. 6,1% zu beobachten.
Ende Feber nahmen 2.303 BurgenländerInnen an Qualifizierungsangeboten des AMS teil (um 199 Personen bzw. 9,5% mehr als im Vorjahr). Inkl. SchulungsteilnehmerInnen stieg somit die Zahl der Personen ohne Beschäftigung um 700 bzw. 5,3%.
Mag. Sengstbratl, Landesgeschäftsführerin des AMS Burgenland, zum Thema Qualifizierung:
„Trotz leichter Verschlechterung der Bedingungen am bgld. Arbeitsmarkt aufgrund der steigenden Arbeitslosigkeit zum Vorjahr kann man davon ausgehen, dass der Höhepunkt der Saisonarbeitslosigkeit bereits überschritten ist. Mehr als zwei von fünf Arbeitslosen haben bereits wieder eine konkrete Einstellzusage. Bedingt durch die extreme Kälte im Feber ist es auch am Bau zu einer merklichen Zunahme der Arbeitslosigkeit gekommen.“
Auffallend haben sich folgende Bereiche der Arbeitslosigkeit im Burgenland im Vergleich zum Vorjahr entwickelt:
• Im Bezirk Jennersdorf (+ 12,8%) und Eisenstadt (+ 12,1%).
• Bei den Hilfs- (+ 156) , den Bau- (+ 110), den Büro- (+ 57) und den Gesundheitsberufen (+ 49).
• Bei den 50 Jahre und älteren (+ 11,1% mehr Arbeitslose) und den behinderten Personen (+ 8,6%).
Die (geschätzte) Arbeitslosenquote (der Anteil der Arbeitslosen am gesamten Arbeitskräftepotenzial) lag mit 11,2% über dem Bundesschnitt (8,4%).
Der Bestand an offenen Stellen lag Ende Feber bei 405, das waren um 31,2% weniger Jobangebote als im Vorjahr. Österreichweit hat sich das Stellenangebot um 13,2% reduziert. Im Feber wurden vom AMS Bgld an die 580 Stellen mit geeigneten Arbeitskräften besetzt. Die Besetzungsdauer betrug im Durchschnitt 21 Tage.
Ende Feber standen auf dem Lehrstellenmarkt den 120 Lehrstellensuchenden (+ 7 ggü. dem Vorjahr) insgesamt 57 offene Lehrstellen (gleich wie Vorjahr) gegenüber. Die Ausbildungslücke konnte mit dem Auffangnetz im Vergleich zu den Vormonaten deutlich reduziert werden. Nach wie vor besteht eine überbetriebliche Ausbildungsgarantie für alle Jugendlichen ohne Lehrstelle.