Vorwort

Vorwort des Vorstandes

„Österreich gehört gemeinsam mit Deutschland und Belgien zu den EU-Ländern, die die Krise in Hinblick auf den Arbeitsmarkt am besten gemeistert haben.“
EU-Kommissar Laszlo Andor, November 2010
Können wir also schon „Brand aus“ rufen wie die Floriani-Jünger? Eine Erfolgsmeldung, die nur gegeben werden darf, wenn auch wirklich sichergestellt ist, dass nicht nur der Brand als solcher, sondern auch alle Glutnester endgültig gelöscht sind.

So schön es wäre – diese endgültige Erfolgsnachricht werden wir am Arbeitsmarkt wohl nie vermelden können, denn die raschen Veränderungen in der Wirtschaft, die sich dauernd wandelnden Qualifikationsanforderungen, aber etwa auch die große Aufgabe der Lehrlingsgarantie sind ständige Herausforderungen, die uns auch in Schönwetterzeiten intensiv beschäftigen.

Und doch: Der „große Brand“ des Jahres 2009, die tiefste Wirtschaftskrise, die Österreich seit 1945 erlebt hat, ist vorbei. Denn so tief der Wirtschaftseinbruch auch war, so rasch kam die Erholung davon: Stiegen die Arbeitslosenzahlen noch während der ersten Monate des Jahres 2010 an, so konnte die österreichische Politik schon Ende 2010 ein neues All-Time-High bei den Beschäftigtenzahlen vermelden. Und auch international bekam Österreich viel Anerkennung zugesprochen, der Mix aus kluger Wirtschafts-, Konjunktur- und Arbeitsmarktpolitik, ein erfolgreiches Kurzarbeitsmodell, Betriebe, die um den Wert ihrer Mitarbeiter/innen wissen, und ein allgemeines Vertrauen in die Zukunft machten einen viel beachteten österreichischen Erfolg möglich: Wir meisterten die Krise besser als viele andere EU-Staaten und wurden dafür neuerlich mit der niedrigsten Arbeitslosenquote der ganzen EU (4,4 %) belohnt.

Wir, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Arbeitsmarktservice, freuen uns darüber, wir können aber durchaus auch ein wenig stolz auf unser aller Anteil an diesen Erfolgen sein.

  • Und trotzdem gibt es keine Zeit, um auszuruhen, denn vieles kommt auch im neuen Geschäftsjahr auf uns zu:
    Noch immer sind Menschen in unserem Land schmerzlich von Arbeitslosigkeit betroffen und brauchen unseren ganzen Einsatz.

  • Zusätzlich haben wir im AMS mit der Durchführung der Mindestsicherung eine neue, bedeutende Aufgabe übernommen.

  • Das Ende der viel diskutierten Übergangsfristen mit 1. Mai 2011 stellt, wie wir bereits jetzt wissen, ebenfalls neue Herausforderungen an uns alle.

  • Eine ganze Reihe eigener Reformvorhaben, die wir verwirklichen müssen, um unser AMS auch für die Zukunft fit zu halten, ist zu bewältigen.

Teilen Sie bitte mit uns allen also in diesem Sinne die Freude über das Erreichte und machen Sie uns Mut für unsere zukünftigen Aufgaben.


Dr. Herbert Buchinger, Vorsitzender des Vorstandes
Dr. Johannes Kopf, LL.M., Mitglied des Vorstandes

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