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Niederösterreich, 01.02.2012

Arbeitsmarktjahr beginnt in NÖ mit leicht steigender Arbeitslosenquote

Die Staatsschuldenkrise im Euro-Raum hat die Realwirtschaft bereits erfasst. Viele EU Länder sehen sich veranlasst, ihre Sparbemühungen deutlich zu verstärken. Dies wird die Binnennachfrage dämpfen, besonders wenn Maßnahmen zur Konsolidierung der öffentlichen Haushalte nicht wachstumsorientiert und mit Blick auf die Arbeitsmarktentwicklung gesetzt werden.
Im Jänner haben sich die Bedingungen auf dem nö. Arbeitsmarkt verschlechtert: Die Beschäftigung (Schätzung) steigt nicht mehr so stark wie in den letzten Monaten und die Arbeitslosenquote ist in NÖ gegenüber dem Vorjahr um  0,1%-Punkt auf 9,4% gestiegen.


Arbeitslosigkeit steigt um 2,5% an
Insgesamt waren beim AMS Niederösterreich Ende Jänner 57.580 Arbeitslose vorgemerkt, das sind um 1.404 (od. 2,5%) mehr als im Vorjahr, wobei die Arbeitslosigkeit bei den Männern (0,8%) nicht so stark steigt wie bei den Frauen (5,7%). Dies liegt vor allem daran, dass die Arbeitslosigkeit am Bau (Bauberufe, Metallberufe, Kran- und Baggerführer) durch die milde Witterung bis Ende Jänner noch immer unter der des Vorjahres liegt. „Der größte Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr ist bei den über 50-Jährigen (980 od. 7,6%), bei den AusländerInnen (809 od. 9,1%) sowie bei Personen mit Vermittlungseinschränkungen (451 od. 6,5%) zu verzeichnen. Erfreulich hingegen ist der Rückgang der Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen bis 19 Jahre (-70 od. -3,7%) und auch bei den Lehrstellensuchenden (-103 od. -10,7%)“, analysiert AMS NÖ Chef Karl Fakler die aktuellen Zahlen zum niederösterreichischen Arbeitsmarkt.

Zahl der SchulungsteilnehmerInnen geht weiter zurück
Darüber hinaus sinkt auch weiterhin die Zahl der AMS NÖ SchulungsteilnehmerInnen um 1.054 (od. -9,8%) auf derzeit 9.697. Insgesamt betrachtet stieg somit die Zahl der arbeitslos Vorgemerkten inklusive der SchulungsteilnehmerInnen gegenüber dem Vorjahr um 350 (od. 0,5%). „Personen, die heute arbeitslos sind oder die über noch keine ausreichende Qualifizierung bzw. Ausbildung verfügen, müssen und werden weiterhin Hilfestellung und Unterstützung erhalten. Dabei geht Qualität vor Quantität“, betont Karl Fakler. Dass Aus- und Weiterbildung eine/n beruflich weiter bringt, zeigt die Tatsache, dass rund der Hälfte aller AbsolventInnen von AMS NÖ-geförderten Schulungsangeboten im vergangenen Jahr der Einstieg ins Erwerbsleben innerhalb von drei Monaten gelungen ist.

Zu den Arbeitsmarktdaten im Detail