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Leichte Abschwächung der Arbeitslosenzuwächse
Ende Oktober 2009 waren in Vorarlberg insgesamt 12.288 Personen arbeitslos vorgemerkt. Das entspricht einer Zunahme um 3.067 bzw. 33,3% gegenüber dem Oktober des Vorjahres. Damit kam es zu einer leichten Abschwächung der Arbeitslosenzuwächse, die in den letzten Monaten jeweils noch über 40% lagen. Die Arbeitslosigkeit bei Männern hat gegenüber dem Vorjahr um 1.889 oder 43,0% zugenommen, die Frauenarbeitslosigkeit ist um 1.178 oder 24,4% angestiegen. 2.220 Personen befanden sich Ende Oktober 2009 in diversen Schulungsprogrammen. Das sind um 459 oder 26,1% mehr als im Oktober des Vorjahres.
Bundesweit ist die Zahl der Arbeitslosen um 42.748 oder 21,1% angestiegen. Nach wie vor am stärksten ausgeprägt ist der Anstieg bei den Arbeitslosenzahlen in Oberösterreich (+40,8%), gefolgt von Vorarlberg (+33,3%) und Niederösterreich (+28,3%). In Kärnten haben die Arbeitslosenzahlen um 22,5% zugelegt, in der Steiermark um 21,7%, in Salzburg um 14,1%, in Wien um 14,1%, im Burgenland um 12,7% und in Tirol um 12,5%.
Die Arbeitslosenquote liegt in Vorarlberg aktuell mit 8,0% über jener für das gesamte Bundesgebiet mit voraussichtlich 6,8%.
Für Jugendliche und junge Menschen unter 25 Jahren hat das AMS die Schulungsangebote massiv ausgeweitet. Gegenüber dem Vorjahr sind jetzt 279 Jugendliche mehr in Schulung, eine Steigerung um knapp 46%. Damit konnte die Zunahme der Arbeitslosenzahlen bei den Jugendlichen unter 25 Jahren mit +24,8% stark eingebremst werden. Ohne den Ausbau dieser Schulungsangebote hätte die in dieser Altersgruppe fast doppelt so stark (+48,9%) zugenommen.
Bei Personen im Haupterwerbsalter hat sich die Arbeitslosigkeit um 34,4% erhöht, bei der Altersgruppe der über 50-Jährigen um 35,7%.
Die Arbeitslosenzahlen liegen in allen Berufsbereichen über jenen aus dem Vorjahr. Die stärksten Zunahmen sind in den Hilfsberufen (+523 bzw. +31,5%), in den Metall- und Elektroberufen (+491 bzw. +69,6%), in den Büroberufen (+435 bzw. +37,1%), in den Handelsberufen (+382 bzw. 40,7%), in den Technikerberufen (+164 bzw. +71,3%), in den Verkehrsberufen (+141 bzw. +51,1%) und in den Bauberufen (+127 bzw. +35,4%) festzustellen. Lediglich unterdurchschnittlich stark zugenommen hat die Arbeitslosigkeit in den Fremdenverkehrsberufen (+198 bzw. +10,0%) und in den Gesundheitsberufen (+51 bzw. +19,4%).
Die Zahl der sofort verfügbaren Stellenangebote lag Ende Oktober 2009 mit 1.221 um 356 bzw. 22,6% unter dem Niveau des Vorjahres, obwohl das AMS den Einschaltungsgrad am Stellenmarkt gegenüber dem Vorjahr noch ausbauen konnte. Die markantesten Einbrüche beim Stellenangebote finden sich in den Metall- und Elektroberufen mit -216 (-47,9%), in den Technikerberufen (-107 bzw. -55,2%) und in den Büroberufen (-64 bzw. -47,4%). In den Fremdenverkehrsberufen werden sogar mehr Jobs angeboten (+50 bzw. +49,5%) als im Vorjahr.
Die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden liegt mit 487 (258 Burschen und 229 Mädchen) um 116 bzw. 31,3% über den Werten vom Oktober 2008. Diesen Lehrstellensuchenden stehen mit 157 sofort verfügbaren Ausbildungsplätzen 43 bzw. 37,7% mehr gegenüber als im Oktober des Vorjahres. Für Lehrstellensuchende, die mittelfristig keinen Ausbildungsplatz finden, hat das AMS gemeinsam mit dem Land ein entsprechendes Auffangnetz geknüpft.


