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Vorarlberg, 04.01.2010

Saisonbedingter Rückgang der Arbeitslosenzahlen im Dezember nach Start der Wintersaison

Ende Dezember 2009 waren in Vorarlberg insgesamt 11.467 Personen arbeitslos vorgemerkt. Gegen-über dem Vormonat entspricht das einem Rückgang von 1.118 Arbeitslosen, gegenüber dem Dezember des Vorjahres allerdings immer noch einer Zunahme um 1.739 bzw. 17,9%. Die Arbeitslosigkeit bei Männern hat gegenüber dem Vorjahr um 1.171 oder 21,4% zugenommen, die Frauenarbeitslosig-keit ist um 571 oder 13,4% angestiegen. 2.399 Personen befanden sich Ende Dezember 2009 in diver-sen Schulungsprogrammen. Das sind um 853 oder 55,2% mehr als im Dezember des Vorjahres.
 
Bundesweit ist die Zahl der Arbeitslosen um 25.624 oder 8,9% angestiegen. Nach wie vor am stärksten ausgeprägt ist der Anstieg bei den Arbeitslosenzahlen in Oberösterreich (+19,6%), gefolgt von Vorarlberg (+17,9%) und Niederösterreich (+10,7%). In Tirol haben die Arbeitslosenzahlen um 8,6% zugelegt, in der Steiermark um 7,3%, in Kärnten um 7,2%, in Salzburg um 6,4%, in Wien um 5,1% und im Burgenland um 2,3%.

Bei den unter 20-Jährigen sind jetzt sogar um 44 Jugendliche (-8,8%) arbeitslos vorgemerkt als im Vorjahr, bei den jungen Menschen zwischen 20 und 25 Jahren errechnet sich eine Arbeitslosenzunahme noch mit 13,3%. In der Altersgruppe der unter 25-Jährigen beträgt die Zunahme der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr jetzt noch insgesamt 134 oder 7,3%. Allerdings nehmen derzeit auch 1.001 Jugendliche an Schulungsangebote wahr, um 381 oder 51,5% mehr als im Vorjahr.
 
Bei Personen im Haupterwerbsalter (25 bis 45 Jahre) hat sich die Arbeitslosigkeit um 18,1% erhöht, bei der Altersgruppe der über 45-Jährigen um 23,9%.

Die Arbeitslosenzahlen liegen nach wie vor in allen Berufsbereichen über jenen aus dem Vorjahr. Überdurchschnittlich stark zugenommen haben die Vormerkungen in den Nahrungsmittelberufen (+48 bzw. +59,3%), in den in den Holzberufen (+40 bzw. +31,2%), in den Metall- und Elektroberufen (+294 bzw. +28,6%),  in den Büroberufen (+339 bzw. 27,6%), in den Handelsberufen (+203 bzw. +20,5%) und in den Verkehrsberufen (+65 bzw. +18,7%. Zahlenmäßig fallen auch die Zunahmen in den Hilfsberufen (+221 bzw. 10,8%), in den Reinigungsberufen (+60 bzw. +16,0%) oder in den Bauberufen (+56 bzw. +6,1%) stark ins Gewicht. Dass die Auswirkungen der Krise noch längerfristig nicht überwunden sind, wird auch aus der Tatsache klar, dass die Zahl der arbeitslosen Techniker/innen aktuell noch um 122 oder 43,1% über dem Stand im Vorjahr liegen.

Die Zahl der sofort verfügbaren Stellenangebote lag Ende Dezember 2009 mit 969 um 746 bzw. 43,5% unter dem Niveau des Vorjahres. Die markantesten Einbrüche beim Stellenangebot finden sich in den Technikerberufen (-65 bzw. -52,0%), in den Handelsberufen (-50 bzw. -44,6%), in den Metall- und Elektroberufen (-39 bzw. -22,4%), in den Reinigungsberufen (-40 bzw. -63,5%), in den Büroberufen (-29 bzw. -34,9%), und erstmals ist auch wieder ein Rückgang beim Stellenangebot in den Gesundheitsberufen (-29 bzw. -31,5%) zu verzeichnen. Die in der Statistik ausgewiesenen Rückgänge beim Stellenangebot in den Tourismusberufen (-441 bzw. -59,4%) sind im Wesentlichen auf die heuer frühzeitig mögliche Aktualisierung des Stellenbestandes zurückzuführen.

Die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden liegt mit 329 (181 Burschen und 148 Mädchen) ziemlich genau auf dem Niveau des Vorjahres (-1 bzw. -0,3%). Diesen Lehrstellensuchenden stehen mit 149 sofort
verfügbaren Ausbildungsplätzen 55 bzw. 58,5% mehr als im Dezember des Vorjahres.

Zu den Arbeitsmarktdaten Ende Dezember 2009