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Vorarlberg, 01.02.2010
Weitere - wenn auch gedämpfte - Zunahme der Arbeitslosenzahlen
Bundesweit ist die Zahl der Arbeitslosen um 22.122 oder 7,3% angestiegen. Nach wie vor am stärksten ausgeprägt ist der Anstieg bei den Arbeitslosenzahlen in Oberösterreich (+18,5%), gefolgt von Vorarlberg (+12,1%) und Niederösterreich (+10,2%). In Kärnten haben die Arbeitslosenzahlen um 7,0% zugelegt, in Tirol um 6,8%, in Wien um 4,8%, in Salzburg um 2,7%, in der Steiermark um 2,2% und im Burgenland um 2,1%. Die Arbeitslosenquote liegt in Vorarlberg mit 7,4% doch erheblich unterhalb der Quote im Bundesdurchschnitt mit voraussichtlich 8,9%.
Bei den unter 20-Jährigen sind aktuell sogar um 70 Jugendliche weniger arbeitslos vorgemerkt als im Vorjahr (-13,4%), bei den jungen Menschen zwischen 20 und 25 Jahren errechnet sich eine Arbeitslosenzunahme noch mit +2,5%. In diesen beiden Altersgruppen wurden aber auch die Schulungsangebote gegenüber dem Vorjahr sehr stark ausgeweitet. Bei den unter 20-Jährigen nehmen um 231 oder 62,9% mehr Personen an Schulungsprogrammen teil und bei den jungen Menschen zwischen 20 und 25 Jahren sind es 192 oder 72,2% mehr als im Jänner 2009. Bei Personen im Haupterwerbsalter (25 bis 45 Jahre) hat sich die Arbeitslosigkeit um 14,0% erhöht, bei der Altersgruppe der über 50-Jährigen um 20,0%.
Die Arbeitslosenzahlen liegen nach wie vor - mit Ausnahme der Bekleidungsberufe - in allen Berufsbereichen über jenen aus dem Vorjahr. Eine überdurchschnittliche Zunahme verzeichnen immer noch die Technikerberufe (+108 bzw. +35,9%), die Nahrungsmittelberufe (+27 bzw. +29,3%), die Metall- und Elektroberufe (+268 bzw. +24,8%) und Holzberufe (+37 bzw. +24,0%). Aber auch in den Handelsberufen (+197 bzw. +19,2%) und in den Büroberufen (+221 bzw. +17,2%) sind die Zuwachsraten überdurchschnittlich stark ausgeprägt. In den Hilfsberufen ist es zu keinen nennenswerten Zuwächsen mehr gekommen. Mit 2.167 arbeitslos vorgemerkten Personen in Hilfsberufen ist die Zahl an gering qualifizierten Stellensuchenden aber doch sehr hoch.
Die Zahl der sofort verfügbaren Stellenangebote lag Ende Jänner 2010 mit 1.194 um 229 bzw. 16,1% unter dem Niveau des Vorjahres. Die markantesten Einbrüche beim Stellenangebot finden sich in den Technikerberufen (-74 bzw. -46,0%), in den Fremdenverkehrsberufen (-152 bzw. -41,3%), in den Metall- und Elektroberufen (-65 bzw. -25,5%), in den Verkehrsberufen (-29 bzw. -44,6%) und in den Büroberufen (-25 bzw. -28,1%). Mehr Stellenangebote als im Jänner des Vorjahres gibt es in den Bauberufen (+69 bzw. +160,5%) und bei den Maschinisten (+18 bzw. +257,1%).
Die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden liegt mit 299 (174 Burschen und 125 Mädchen) ziemlich genau auf dem Niveau des Vorjahres (+1 bzw. +0,3%). Diesen Lehrstellensuchenden stehen mit 148 sofort verfügbaren Ausbildungsplätzen 35 bzw. 19,1% weniger als im Jänner des Vorjahres. Die Zahl der Lehrstellenangebote, die erst in den nächsten Monaten oder ab dem Sommer 2010 besetzbar sind, ist jetzt allerdings im Vergleich zum Jänner 2009 um 297 oder 39,0% höher.



