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Vorarlberg, 01.03.2010
Arbeitsmarktentwicklung im Februar günstiger als erwartet
Ende Februar 2010 waren in Vorarlberg insgesamt 11.344 Personen arbeitslos vorgemerkt. Gegenüber dem Vormonat entspricht das einer Abnahme an Vorgemerkten um 301 bzw. 2,6%, gegenüber dem Februar des Vorjahres einer Zunahme um 878 bzw. 8,4%. Damit ist die Arbeitslosigkeit weniger stark angestiegen als prognostiziert. Nach wie vor ist der Zuwachs bei Männern mit einem Plus von 11,1% mehr als doppelt so stark ausgeprägt als bei Frauen (+4,7%).
2.742 Personen befanden sich Ende Februar 2010 in diversen Schulungsprogrammen. Das sind um 1.023 oder 59,5% mehr als im Februar des Vorjahres.
Bundesweit ist die Zahl der Arbeitslosen um 11.211 oder 3,7% angestiegen. Den stärksten Anstieg der Arbeitslosenzahlen weist Oberösterreich aus (+11,8%), gefolgt von Vorarlberg (+8,4%), Niederösterreich (+5,9%) und Kärnten (+5,7%). In Wien und in Tirol ist die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr um jeweils 2,4% angestiegen und in den Bundesländern Burgenland (-1,0%), Steiermark (-1,4%) und in Salzburg (-2,3%) hat die Zahl der Arbeitslosen abgenommen.
Die Arbeitslosenquote liegt in Vorarlberg mit 7,3% doch erheblich unterhalb der Quote im Bundesdurchschnitt mit voraussichtlich 8,7%.
Bei den unter 20-Jährigen sind aktuell um 56 Jugendliche weniger arbeitslos vorgemerkt als im Vorjahr (-12,6%) und auch bei den jungen Menschen zwischen 20 und 25 Jahren errechnet sich eine unterdurchschnittliche Arbeitslosenzunahme noch mit +3,4%. In diesen beiden Altersgruppen wurden aber auch die Schulungsangebote gegenüber dem Vorjahr sehr stark ausgeweitet. Immerhin nehmen in diesen beiden Altersgruppen aktuell um 421 mehr Personen an Schulungsprogrammen teil als im Februar 2009.
Bei Personen im Haupterwerbsalter (25 bis 50 Jahre) hat sich die Arbeitslosigkeit um 9,5% erhöht, bei der Altersgruppe der über 50-Jährigen um 12,7%.
Die Arbeitslosenzahlen liegen immer noch in fast allen Berufsbereichen über jenen aus dem Vorjahr. Eine überdurchschnittliche Zunahme verzeichnen immer noch die Technikerberufe (+103 bzw. +35,5%), die Metall- und Elektroberufe (+202 bzw. +18,3%), in den Handelsberufen (+193 bzw. +18,8%), in den Holzberufen (+27 bzw. +18,5%) und in den Reinigungsberufen (+67 bzw. +17,9%). Aber auch in den Büroberufen (+153 bzw. +11,7%), bei den Friseur/innen (+33 bzw. +50,8%) und bei den Haushaltshilfen (+34 bzw. +53,1%) sind die Zuwachsraten überdurchschnittlich stark ausgeprägt. In den Hilfsberufen hat sich die Situation gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert, Trotzdem ist die Zahl an gering qualifizierten Stellensuchenden mit 2.099 arbeitslos vorgemerkten Personen in Hilfsberufen aber doch sehr hoch.
Die Zahl der sofort verfügbaren Stellenangebote lag Ende Februar 2010 mit 1.340 um 3 bzw. 0,2% ziemlich genau auf dem Niveau des Vorjahres. Weniger Jobangebote gibt es aktuell in den Verkehrsberufen (-30 bzw. -49,2%), in den Technikerberufen (-40 bzw. -28,8%), in den Büroberufen (-21 bzw. 22,6%) aber auch in den Gesundheitsberufen (-16 bzw. -17,2%). Mehr Jobangebote gegenüber dem Vorjahr findet man in den Bauberufen (+77 bzw. +106,9%), bei den Maschinisten (+28 bzw. +280,0%) aber auch in Hilfsberufen (+19 bzw. +39,6%).
Die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden liegt mit 330 (181 Burschen und 141 Mädchen) doch um 31 bzw. 10,4% über dem Niveau des Vorjahres , wobei dieser Vorgemerktenanstieg fast ausschließlich auf Burschen zurückzuführen ist. Diesen Lehrstellensuchenden stehen mit 168 sofort verfügbaren Ausbildungsplätzen wieder 20 Ausbildungsangebote mehr als im Vormonat, aber um 54 oder 24,3% weniger Ausbildungsangebote als im Vorjahr gegenüber. Dagegen ist die Zahl der erst in den nächsten Monaten besetzbaren Ausbildungsplätze gegenüber dem Vorjahr um 177 bzw. +14,7% gestiegen.



