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Vorarlberg, 01.09.2010

Günstige Trends am Vorarlberger Arbeitsmarkt

Vorarlberg weist mit einem Zuwachs beim Stellenangebot von +56,7% gegenüber dem August 2009 den stärksten Anstieg aller Bundesländer aus und liegt beim Rückgang der Arbeitslosigkeit mit -12,7% auf dem dritten Platz im Bundesländerranking. Die Zahl der vorgemerkten Lehrstellensuchenden ist um 20,6% zurückgegangen, die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellenangebote um 11,1% gestiegen. Insgesamt also günstige Trends am Vorarlberger Arbeitsmarkt.

Ende August 2010 waren bei den Geschäftsstellen des AMS Vorarlberg insgesamt 9.744 Personen arbeitslos vorgemerkt. Gegenüber dem August 2009 entspricht das einem Rückgang um 1.416 Personen bzw. 12,7%. Die Arbeitslosigkeit bei den Männern ist um 17,7% zurückgegangen, bei den Frauen um 7,3%. 1.714 Personen befanden sich Ende August 2010 in diversen Schulungsprogrammen, um 216 oder 14,4% mehr als im August des Vorjahres.

Bundesweit hat die Zahl der Arbeitslosen um 20.405 oder 8,5% auf jetzt 218.398 abgenommen. Die Abnahme betrifft alle Bundesländer, am stärksten Salzburg (-17,2%), gefolgt von der Steiermark (-16,4%) und dann schon von Vorarlberg (-12,7%). In Tirol ist sind die Arbeitslosenzahlen um 12,1% gesunken, im Burgenland um 11,3%, in Oberösterreich um 10,8%, in Kärnten um 10,6%, in Niederösterreich um 6,2% und in Wien um 1,8%.

Die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen hat sich - wie schon in den letzten Monaten - in allen Altergruppen reduziert. Bei den unter 25-Jährigen sind in Vorarlberg aktuell um 257 Jugendliche (-12,7%) weniger vorgemerkt als im Vorjahr, bei den Personen im Haupterwerbsalter (25 bis 50 Jahre) um 952 (-13,7%) weniger, und in der Altersgruppe der über 50-Jährigen hat die Arbeitslosigkeit um 207 (-9,4%) abgenommen. In allen Altersgruppen ist der Rückgang bei den Frauen deutlich geringer als bei Männern, die von der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt stärker profitieren.

Die Arbeitslosigkeit ist in den meisten Berufsbereichen zurückgegangen. Überdurchschnittlich stark  in den Textil- (-178 bzw. -43,3%), in den Metall- und Elektroberufen (-437 bzw. -33,9%), in den Verkehrsberufen (-108 bzw. -27,2%) und in den Bauberufen (-87 bzw. -20,1%). Auch die Zahl der vorgemerkten Personen in Hilfsberufen (-344 bzw. -15,6%) hat überdurchschnittlich stark abgenommen. In den Tourismusberufen ist die Zahl der Vormerkungen um 7,6% (76 Personen) niedriger als im Vorjahr, und in den Büroberufen (-54 bzw. -3,2%) und im Handel (-23 bzw. -1,8%) sind die Vorgemerktenzahlen nur unterdurchschnittlich stark zurückgegangen.

Die Zahl der sofort verfügbaren Stellenangebote liegt Ende August 2010 mit 1.661 um 601 bzw. 56,7% über dem Niveau des Vorjahres. In praktisch allen Berufsbereichen ist die Zahl der Jobangebote gegenüber dem Vorjahr gestiegen, in den Metall- und Elektroberufen um 175 Stellenangebote (+82,2%), in den Bauberufen um 70 (+52,2%) und in den Hilfsberufen um 86 (+121,1%). Vermehrte Stellenangebote stehen jetzt aber auch zur Verfügung in den Tourismusberufen (+54 bzw. +40,0%), in den Technikerberufen (+37 bzw. +48,7%) und auch in den Handelsberufen (+37 bzw. 38,9%).

Die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden ist gegenüber dem Vorjahr mit 317 (158 Burschen und 159 Mädchen) deutlich geringer als im Vorjahr(-82 bzw. -20,6%). Diesen Lehrstellensuchenden stehen 160 sofort verfügbare Ausbildungsplätze gegenüber, um 16 bzw. 11,1% mehr als im August 2009. Damit hat sich auch die Situation am Lehrstellenmarkt gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Um die trotzdem bestehende Lehrstellenlücke zu schließen, hat das Arbeitsmarktservice mit Unterstützung des Landes ein Auffangnetz für Jugendliche geknüpft, die den Einstieg in eine Ausbildung nicht auf Anhieb schaffen.

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